1. Das Budget des Bürgerhaushaltes wird auf maximal 100.000 Euro festgesetzt.

2. Die umzusetzenden Projekte beschließt die Stadtverordnetenversammlung im Anschluss an die Sammlungsphase und beauftragt die Verwaltung mit der Planung der Haushaltsmittel und Projektabwicklung.

3. Im Bürgerhaushalt geht es um Vorschläge zu Investitionen und um Sparvorschläge. Sie sollen der Allgemeinheit zugutekommen und im öffentlichen Raum jedermann zugänglich sein. 

4. Alle Einwohner/innen der Stadt Hohen Neuendorf haben ohne Altersbeschränkung die Möglichkeit, sich am Bürgerhaushalt zu beteiligen. Es dürfen sich auch Vereine und Institutionen mit ihren Mitgliedern beteiligen.

5. Der Vorschlag muss im Rahmen von 100.000 Euro umsetzbar sein und im Zuständigkeitsbereich der Kommune liegen. Alle anderen Vorschläge werden zwar im Ergebnis ausgewiesen, können aber nicht abgestimmt werden.

6. Vorschläge können nur berücksichtigt werden, soweit sie bis zum jeweilig benannten Stichtag (Datum) eines jeden Jahres eingereicht wurden. Später eingereichte Vorschläge gehen in den nachfolgenden Bürgerhaushalt ein. Vorschläge die keine Mehrheiten finden, gelten als bearbeitet und müssen ggf. im Folgejahr erneut eingereicht werden.

7. Vorschläge zugunsten von Vereinen, Trägern und Organisationen werden berücksichtigt, wenn Punkt 4, Satz 2 und Punkt 9 dieser Leitlinie erfüllt sind und die Organisation im vergangenen Jahr keine Mittel aus dem Bürgerhaushalt erhalten hat, d. h. keine Projekte zu ihren unmittelbaren Gunsten umgesetzt wurden.

8. Vorschläge, die im Rahmen von Förderrichtlinien der Stadt und im Zuge der haushalterischen Mittelzuwendung im Rahmen der institutionellen Förderung förderfähig bzw. zuzuordnen sind, können im Bürgerhaushalt nicht berücksichtigt werden, um Doppelförderung auszuschließen.

9. Wird das Budget des Bürgerhaushaltes nicht ausgeschöpft, ist eine Übertragung in Folgejahre ausgeschlossen.

10.  Auf Dauer angelegte Projekte, die hohe, kontinuierliche Folgekosten nach sich ziehen, wie z.B. Personalstellen, Projekthonorare, Mieten, etc., können im Bürgerhaushalt nicht berücksichtigt werden.